Frühlingsferien 2021 im Tessin

Hallo liebe Leser,


Wie ihr ja sicher wisst, haben unsere Regierungen immer noch das Sagen wo wir unseren wohlverdienten Urlaub verbringen. Wir hier in der Schweiz haben es ja gerade noch schön, unsere nördlichen Nachbarn werden des Nachts immer noch eingesperrt....
Bei uns kann man wenigstens auf die Campingplätze, um mal ein bisschen abzuschalten, so ergab es sich, dass wir unser Womo mal wieder beluden um am 17. April und frostigen Temperaturen gegen Süden loszufahren.

Unser Ziel war Locarno im hoffentlich wärmeren Tessin. Ich hatte ein paar Wochen zuvor reserviert, als klar wurde, dass wir ohne Impfungen und so nicht ins Ausland durften. Das Camping Delta https://www.campingdelta.com/ empfing uns mit Sonnenschein und Leuten mit kurzen Hosen, ja die Temperaturen waren für uns ungewohnt warm. Die Reise über den San Bernardino Tunnel verlief problemlos  und mit wenig Verkehr. Einzig erwähnenswertes Detail, der Rastplatz Viamala in Thusis, https://viamala-raststaette.ch/de/ dort ist immer unser erster Halt in Richtung Süden. Martina wollte dort 2 Sandwich kaufen damit wir unterwegs nicht noch einen Hungerast einfingen. Im Laden kann man den Standard kaufen, Salami oder Schinken, labbrig oder hart mit einem undefinierten Aufstrich. Oder man kann sich eins machen lassen, nicht ganz günstig aber viiieeel besser. Martina war begeistert; sie konnte alles wählen, es wurde sogar nachgefragt, ob es so genug Butter sei und so weiter. Die Angestellte bereitete die Sandwichs vor ihren Augen mit Freude und Freundlichkeit nach ihren Wünschen zu, sie hatte das so noch nie erlebt.

Ich wartete unterdessen beim Womo, obligate Rauchpause, bis sie mit einem Lächeln über alle Backen wieder zurückkam. So fangen die Ferien ja mal gut an.

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Platz Nummer 53 mit Seesicht aber nicht vorderste Reihe haben wir uns vorreserviert, eine gute Entscheidung, weil wir auf der Fahrt von Bellinzona nach Locarno im berühmten Nadelöhr Cadenazzo schon in der Kolonne standen. Anscheinend haben noch andere Deutschschweizer den Winter satt. Spontane Anfahrten beim Camping Delta waren an diesem Samstag erfolglos, es war bereits alles belegt.


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Ein Platz an der Sonne, Sonntagmorgen 18. April 2021, das erste Mal in diesem Jahr Frühstück draussen, herrlich!
Ich habe noch ganz vergessen zu erwähnen, dass wir gehofft hatten, eine Woche ohne Regen zu verbringen, diese Hoffnung zerschlug sich bereits in der ersten Nacht. Beim Zubettgehen regnete es 5 Minuten ganz leicht.
Nun, Sonntagmorgen war es ja wieder schön und nach dem Frühstück  Zeit für eine Stadtbesichtigung von Locarno, wir waren ja beide das erste Mal dort. Direkt vor unserem Camping hatte es eine Bushaltestelle, welche direkt in die Stadt führte, mit der Ticino Card die man auf Campingplätzen und Hotels kostenlos erhält, sogar gratis.
Wir besichtigten die Altstadt, Museo Castello, https://www.ascona-locarno.com/de/commons/details/Museo-Castello/2773 und natürlich die Piazza Grande.
Es war ja der Sonntag bevor die Restaurantterrassen wieder geöffnet wurden, entsprechend wenige Leute waren vor Ort. Es gab jedoch Take away, sodass wir unseren Sonntagsapero auf einer Bank an der Sonne geniessen konnten.


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Keine Angst, es war unser erstes Getränk...es hat nur geblendet oder sie schaut immer so.
Zwei Tage später sah es hier ganz anders aus, alle anliegenden Restaurants zügelten nach draussen. Am Sonntag ein bisschen durchs Städtchen flanieren hat einen grossen Vorteil; die Kleider- und Schuhläden haben geschlossen und so hat Mann ! auch einen schönen Tag und muss sich nicht vor den Läden die Füsse in den Bauch stehen. Ich habe in dieser Zeit praktisch kein Geschäft mehr von innen gesehen, mit Maske und Brille und den Temperaturunterschieden macht es schlicht keinen Spass.


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Nach unserer Stadttour und anschliessender Siesta gab es abends was vom Grill.
Wir haben uns einen neuen kleinen Gasgrill geleistet, unser alter Elektrogrill konnte nie überzeugen und brachte die Stromversorgung auf den Campingplätzen jeweils kurz vor den Kollaps.


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Nach zweimaligem Gebrauch muss ich leider sagen, dass auch dieses Modell nicht unseren Erwartungen entspricht, die Hitze kommt von oben, also indirekt, so brennt nichts an. Leider verabschiedet sich die Wärme auch oben durch die Löcher und wenn dann noch ein bisschen der Wind geht, dauert eine Wurst schon so 30 Minuten.

Vielleicht probier ich es mal oben in der Bratpfanne.
Nun dann, es wurde halt ein bisschen später mit dem Nachtessen, für Montagabend haben wir bereits einen Tisch draussen im Campingrestaurant reserviert...
Doch vorher musste diese Pizza redlich verdient werden.
Montagmorgen, schönes Wetter und geladene Akkus, also rauf ins Maggiatal.

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Bis Ponte Brolla auf der rechten Seite der Maggia, das letzte Stück leider der Hauptstrasse entlang, vom Camping rund 6 km entfernt.



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Wir fuhren von hier noch ein bisschen weiter und wollten dann am Mittag nur was kleines essen, leider waren die Grottos noch geschlossen, für mich unverständlich denn ab heute durften Sie ja draussen wieder Gäste bewirten. Einer erklärte uns, dass sie erst ab 01. Mai öffnen..... Anscheinend kann man mit der Finanzhilfe auch gut leben, ohne einen Finger zu krümmen.
Also ging es dann auf der anderen Seite der Maggia wieder zurück Richtung Losone, ein wirklich toller Radweg. Wenn mir nur mein Hinterteil nicht schon lange Schmerzen bereiten würde, mehr als ein halbes Jahr nicht mehr auf dem Fahrrad und ein steinharter Sattel zeigten Wirkung. In Losone fanden wir endlich eine offene Gartenbeiz, so schön.
Auf dem Heimweg  noch bei der Falknerei vorbei, https://falconeria.ch/?lang=de
vielleicht am Dienstag mal anschauen? Ich bin in den Ferien ja wirklich nicht geizig aber 25 Fr. pro Person waren mir doch ein bisschen zu viel.

Am frühen Abend konnten wir dann auf dem Campingplatz endlich wieder mal draussen eine feine Pizza geniessen, Steintische und Bänke sowie Sonnenuntergang inklusive. Schön für uns und auch für die Betreiber der Lokale, nach so langer Zeit mussten sich zuerst aber wieder alle an die Abläufe gewöhnen. Auch als nicht Camper kann man dort essen, es gibt auch von der Strasse her einen Eingang.

Preise? Na ja, Tessin halt.
Wir waren froh, früh um 18.00 Uhr reserviert zu haben, nachdem die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, wurde es nämlich schnell merklich kühler. Zu Hause hatten Sie ja noch Bodenfrost. Beim Eindunkeln vor dem Womo einen Absacker und noch ein bisschen den Fledermäusen beim Abendmahl zuschauen, wie sie lautlos und doch zielsicher ohne etwas zu sehen auf Mückenjagd gehen.

Dienstags wollten wir auf Cardada und Cimetta , https://www.cardada.ch/de
der Wetterbericht war gut und die Temperaturen angenehm. Vom Campingplatz fährt der Bus der Linie 3 alle 30 Minuten bis rauf nach Orselina, dort ist die Talstation der Gondelbahn. Wir mussten uns ein wenig beeilen um den 10.33 Uhr Bus noch zu erreichen, in den Ferien sind wir nie bei den Ersten.

An diesem sonnigen Tag waren wir nicht die einzigen, welche auf den Berg wollten, auch Gleitschirmflieger nutzten den schönen Tag.


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Ein wenig Wehmut kam bei diesem Anblick hoch, gehörte ich doch 1986 beinahe zu den Pionieren dieser schönen Art des Fliegens. Doch so hoch wie diese auf dem Bild kamen wir nie, ausser wenn wir vom Titlis starteten und nach Engelberg flogen, oder besser gesagt, sanken. Mit der Geburt von Sandro 1993 endete meine fliegerische Zeit, schön zurück auf den Boden und Verantwortung übernehmen war von nun an das Motto.


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Von der Cimetta, wo es immer noch Schneereste hatte, sah man wunderschön runter ins Maggiadelta und auch auf unseren Campingplatz. Wir kamen uns vor wie an der Nordsee, der kalte Wind liess uns nicht lange auf dem Berg verweilen. Wir suchten uns bald ein sonniges und windgeschütztes Plätzchen um etwas zu trinken und den Fliegern bei öfters misslungenen Starts zuzuschauen. Ja auch sie kämpften mit dem Wind, einige schafften es nicht bis wir wieder mit der Sesselbahn runter auf Cardada fuhren. Die Aussichtsplattform und die übergrosse Sitzbank durften dann auch nicht fehlen bevor es dann auf der Terrasse des Restaurants etwas Kleines zu essen gab.


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Doch ein bisschen zu gross....


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Wieder unten bei der Talstation war es rund 10 Grad wärmer, es war ja noch Frühling.



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Gegen Abend nahm die Bewölkung zu und es gab dann nachts sogar noch einen kurzen Regenschauer.
Am Mittwoch war süsses Nichtstun oder ein bisschen shoppen angesagt, bis zum Mittagsapero war ich noch dabei, anschliessend begab ich mich in Richtung Camping und Martina konnte nach Lust und Laune lädelen. Ich kann sie dabei gut alleine lassen, manchmal kommt sie nach 3 Stunden zurück, ohne etwas gekauft zu haben.


Am Donnerstag glaubte ich, dass sich mein Hintern genug erholt hat, um nochmals eine Velotour zu starten, Ziel Flugplatz Tenero.
Von Locarno nach Tenero führt ein schöner Rad- und Gehweg bis zu den ersten Campingplätzen in Tenero, zum Flugplatz geht es nochmal rund 2 Kilometer. Dort angekommen sahen wir noch die letzten Sprünge der Fallschirmgrenadiere der Schweizer Armee welche sicher landeten. Etwas Kleines zu Mittag konnten wir aber vergessen, das Restaurant war auch geschlossen. Gemäss Tafel vor dem Restaurant lohnt es sich anscheinend nicht nur die Gartenterrasse zu öffnen...schade.


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Dann halt wieder zurück, in Locarno gibt es am See genügend kleine Restaurants direkt am See, welche zum Verweilen einluden. Mein Hintern schmerzte bereits wieder, auch 4 Wochen nach den Ferien war es noch nicht ganz weg.
Sofort nach den Ferien wurde ein neuer, bequemerer Sattel bestellt, ebenso eine Freizeithose mit Einlagen. So kann es nicht weitergehen und mit Schmerzen macht Radfahren nur halb soviel Spass.
Abends assen wir dann nochmals im Campingrestaurant, es war wiederum sehr lecker und die Angestellten bewältigten den Ansturm auch schon besser als am Montag.
Trotz vielen Leuten im Restaurant und auch noch Take away waren Sie immer freundlich und aufgestellt. Mal sehen ob Sie es im Sommer immer noch sind, ja richtig gelesen, im Juli fahren wir nochmals für eine Woche dorthin.
Eine Woche gibt es dann noch im Wallis, Ferien in der Schweiz sind auch schön.
Aber für den Herbst haben wir mal vorsichtige Hoffnungen auf Kärnten oder Steiermark in Oesterreich.


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Der Heimweg am Freitag gestaltete sich problemlos, obligater Halt war wieder auf der Raststätte Viamala, warum wisst ihr ja.
Das Ausräumen und putzen war auch schnell erledigt so dass wir das Wochenende zuhause geniessen konnten.
Bis zum nächsten Mal,
Hans und Martina





Gedanken

Liebe Leserinnen und Leser,
Ich würde an dieser Stelle gerne mal wieder über Reisen im Wohnmobil berichten. Leider ist es Winter und die Campingplätze geschlossen. Ganzjährig geöffnete Wohnmobilstellplätze in der Schweiz so selten wie Orang-Utans auf Borneo, und ins Ausland darf man nur noch mit Test und Quarantäne.
Und darum habe ich mal meine Gedanken hier eingebracht....
Wir leben ja jetzt in einer Zeit von Corona, meines Wissens ein Virus wie dasjenige Namens Grippe, welches zwar nicht so ansteckend sein soll, aber für angeschlagene Personen auch nicht lebensverlängernd wirkt.

Und hier möchte ich einhaken....Vor nicht allzu langer Zeit gab es Seuchen, Kriege und eine Medizin welche noch nicht so weit fortgeschritten war wie jetzt, und auf unserem Planeten lebten rund eine Milliarde Menschen mit einer Lebenserwartung von rund 50 Jahren. Ich bin nun bald 60 also bis vor 200 Jahren schon längst tot. Mit mir leben auf diesem immer noch gleich grossen Planeten schon bald 8 Milliarden und damit bald dreimal so viele wie zu meiner Geburt im Jahre 1961.....
Wo soll das noch hinführen? Wo sollen all diese Leute leben und woher soll das Essen für alle kommen? Viele studierte Leute machen sich darüber Gedanken und werden sicher irgendwann Lösungen finden nur ist es bis dann vermutlich zu spät, doch ist es eigentlich nicht jetzt schon zu spät? Die Natur findet Lösungen in Form von Krankheiten, Naturkatastrophen und Unglücken jeglicher Art und wir betrauern stattdessen jeden Coronatoten als wäre es der letzte Mensch gewesen. Dabei ist das Leben seit jeher mit sterben verbunden. Noch hat es Gott sei Dank keiner überlebt sonst wäre unsere Erde schon lange kollabiert.

In der Schweiz sterben jedes Jahr rund 60`000 Leute, ob an einer Krankheit, Unfall oder durch Suizid....ob wir das wollen oder nicht.

Also lasst uns verdammt nochmal weiterleben ohne Einschränkungen oder sperrt ALLE für 2 Wochen ein, alles andere ist nur eine Alibiübung für gewisse Profilierungsneurotiker, von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen will ich schon gar nicht sprechen.
Ich möchte die nächsten Jahre normal weiterleben, ob es nun Viren gibt oder nicht. Und wenn dann der Tag gekommen ist, an dem ich diese Welt verlassen muss, tu ich das schon jetzt mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Wenn ich nochmal jung wäre, würde ich mir ernsthaft Gedanken machen, ob ich in diese Welt nochmal Kinder stellen würde............
In diesem Sinne, nächstes Mal wieder hoffentlich wieder von einer unserer Reisen,


Hans





Spreewald, Berlin und so

Hallo liebe Leser,
Ferien 2020 sind nicht so wie in anderen Jahren, alleine die Planung braucht schon Nerven und die Ausführung ist dann auch noch Glücksache.
Im Frühling wollten wir ja nach Südfrankreich; wegen coronabedingten Grenzschliessungen auf ein anderes Jahr verschoben. Und den Herbst planten wir in Deutschlands Osten und so...
Nun wenigstens hat dieses Vorhaben einigermassen geklappt denn es ist dort so wie bei uns, manches geht und manches nicht je nach Bundesland oder wie bei uns nach Kantonen.


Auf jeden Fall hatten wir einen Plan, wie in den vergangenen Jahren darauf ausgerichtet nach den zwei Wochen wieder zuhause zu sein.

Am Samstag 29.08.2020 morgens um halb neun sind wir losgefahren. Der grosse Regen war ja angekündigt in der Ostschweiz, also nichts wie los Richtung Norden. Es kam ja dann tatsächlich so, aus der Ferne haben wir Bilder von der über die Ufer getretenen Sitter gesehen.
Wir jedoch blieben am ersten Tag unserer Reise weitgehend vom Regen verschont. Manchmal lugte sogar noch die Sonne hervor und es war angenehm warm. Die Fahrt führte über Bregenz und Memmingen Richtung Nürnberg und Bayreuth wo wir nach rund 420 km in Betzenstein ein erstes Mal übernachteten. Wir waren immer noch in Bayern und dementsprechend war auf dem Campingplatz alles geschlossen. Nix Dusche und Toilette, Restaurant auch zu, kurzum ein bisschen trostlos auf dem Camping aber für eine Nacht kein Problem.

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Wir konnten noch ein bisschen draussen sitzen und mal checken wie es zu Fuss in den Ort geht, waren wir doch gut 2 km ausserhalb von Betzenstein. Dort wollten wir im Gasthof Herbst etwas Feines essen.
Durch den Wald ging es ins Städtchen wo wir den klassischen Stadtrundgang in der kleinsten Stadt in Franken (Bayern) machten. https://www.betzenstein.de/stadtrundgang-in-betzenstein/

So, genug Kultur, ab ins Wirtshaus zum Weissbier und deftigem Essen. Doch Halt, unser Elan wurde am Eingang zum Biergarten jäh gebremst. Mit der schönen Gesichtsbedeckung nuschelten wir etwas von Bier  draussen und Essen drinnen, nach Bekanntgabe von Name, Wohnort, Datum und Zeit durften wir mit Maske, 2 Meter zum Tisch, immer noch draussen, gehen. Dort angekommen darf man die Maske wieder weglegen und bei der Servicekraft mit Maske ein Bierchen bestellen. Ein paar Tische neben uns feierte ein Hochzeitsgesellschaft ausgelassen die Heirat, von Abständen keine Spur....

Unterdessen hatte uns ein bisschen Regen aus der Schweiz erreicht so dass wir uns nach drinnen begaben und ein leckeres Mahl geniessen durften. Schliesslich ist im Herbst immer Schwammerlsaison.

Die Angestellten bedienten selbstverständlich wieder mit Maske, was ich während den 2 Wochen überall gesehen habe. Die können einem leid tun, jeden Tag 8 - 10 Stunden mit diesem Ding rumlaufen und dann auch noch freundlich sein.

Nach dem Verdauungsspaziergang bis zum Campingplatz bei Zeiten in die Heia damit am nächsten Tag die Reise ausgeruht weitergeht.
Am Sonntag begann es auch in Betzenstein zu regnen so dass wir schnell weiter Richtung Nordosten fuhren, nächstes Ziel Lübbenau im Spreewald. Nach erholsamen, weil Lkw armen 380 km auf der Autobahn, immer verfolgt vom Regen, waren wir am frühen Nachmittag beim Camping am Schlosspark. https://www.spreewaldcamping-schloss.de/


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Unser Platz lag direkt am Wasser welches uns nun auch noch von oben beglückte. Der Regen hatte uns eingeholt und so regnete es bis Montagmorgen durch. Dieser Campingplatz hat uns ausgezeichnet gefallen, direkt am Wasser mit tollen sanitarischen Einrichtungen und Tieren welche man nicht oft sieht, dieses auf dem Bild ist ein Nutria, https://de.wikipedia.org/wiki/Nutria ,hab ich noch nie gesehen. Lübbenau liegt rund 100 km vor Berlin mitten im Spreewald, umgeben von rund 500 km befahrbaren Wasserwegen. Wer mal den Spreewaldkrimi gesehen hat weiss wovon ich rede. Montag und Dienstag verbrachten wir beinahe ohne Regen mit Kahnfahrt, Spazieren und Besichtigung von Lübbenau und Lehde. Letzteres muss man mal gesehen haben, dort leben die Menschen teilweise noch wie früher, die anderen leben vom Tourismus welcher vom grossen Hafen von Lübbenau mit dem Kahn gebracht wird. Ein bisschen so wie in Venedig.


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Unterwegs kann man noch einkaufen, alles aus Gurken, Kraut oder Leinöl.


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Auch im Dorf gibt es allerhand, Gaststätten und Krimskrams. Wir waren mal beim Gasthaus Oppott zum Essen, mehr als die Hälfte der Gäste bestellt Ente mit Knödel und Blaukraut. Wir natürlich auch, Martina wollte nur einen Viertel, wurde aber von der Angestellten zu einer halben überedet weil am Viertel anscheinend mehr Knochen als Fleisch sei. https://www.gasthaus-oppott.de/oppott/index.html

Es war wirklich lecker aber für sie natürlich zu viel, ich hatte auch Mühe weil wir normalerweise ein halbes Poulet zu zweit essen. Also alles isst Ente und doch hat es immer noch genug, das Bild zeigt eine Entenmästerin bei der Arbeit.


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Spass beiseite, Lübbenau ist eine Reise wert, wir werden bei Gelegenheit sich wieder kommen und die Spreewaldgurken besuchen.
Noch etwas am Rande; am ersten Abend im Restaurant am Hafen bestellte Martina einen gemischten Salat und dazu ein bisschen Brot. Nebst der eigenwilligen Farbe des Brotes war auch der Geschmack ein bisschen speziell, auf Nachfrage bestätigte uns der Kellner dass es sich um Gurkenbrot handelt. Also dort gibt es alles mit Gurke, Spreewaldgurken eben.


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Eine Gegend zum Entspannen, in Lehde hat es einige Ferienwohnungen zu vermieten, abseits von Autobahn, Handy und Gewusel in den Städten.
Am Mittwoch 02.09.20 verabschiedeten wir uns um 100 km entfernt das pure Gegenteil zu erleben. Berlin war das Ziel für die nächsten 4 Tage, wir waren noch nie dort und hatten darum soviel geplant. Und weil Martina ja schon einen Tag braucht um den Zoo zu sehen waren diese paar Tage auch zu wenig.


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Leider ein schlechtes Bild unseres nächsten Verwandten aber es herrschten auch erschwerte Bedingungen, siehe die Spiegelung eines Fotografen....
Unser Platz, der Wohnmobilpark Tegel, wo wir die nächsten 4 Tage verbrachten war super gelegen, etwas ausserhalb von Berlin und doch mit dem öffentlichen Verkehr sehr gut erschlossen. Wegen Corona oder so könnte es diesen Platz aber bald nicht mehr geben, eigentlich schade denn in 10 Minuten zu Fuss erreicht man Alt Tegel  mit unzähligen Bars und Restaurants. https://www.womoclick.de/stellplatz/berlin-tegel-wohnmobilpark_berlin

Allerdings muss ich sagen, dass der Preis nicht gerade günstig ist und man für alles noch extra bezahlen muss. So kostet die Benützung der sanitarischen Einrichtung extra und wenn man mehr als 3 Ampere Absicherung für den Strom braucht kostet dies auch nochmal extra. 3 Ampere Absicherung gibt es eigentlich nicht mal mehr in den südlichen Ländern und bei Gebrauch der Delizio hauts die Sicherung raus. Für 4 Euro pro Tag gibt es dann 16 A was eigentlich für Waschmaschine und Tumbler reichen würde. Was für uns Landeier auch gewöhnungsbedürftig ist, alle paar Minuten hört man ein Martinshorn. Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen ohne Ende. Ist halt so in einer Grossstadt, schliesllich leben in Berlin rund 3.8 Mio. Menschen, also beinahe die Hälfte der Schweizer Bevölkerung.


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Mit dem Hop On Hop Off Bus durch die Innenstadt, Verkehr, Baustellen und irgendwann noch eine Sehenswürdigkeit. Dieses Geld hätten wir uns sparen können denn wir hatten ja für den öffentlichen Verkehr einen 4 Tagespass und mit dem 100er Bus kommt man auch überall vorbei und kann auch aussteigen und Fotos machen.
Auf jeden Fall taten wir uns das bis zum Brandenburger Tor an um dann von dort aus zu Fuss und mit den öffentlichen Bussen  weiterzuziehen.

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Checkpoint Charly, Fernsehturm, Alexanderplatz und dann noch das Brandenburger Tor, ganz schön anstrengend so eine grosse Stadt.


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Nach einem kurzen Imbiss weiter zum Bundestag und über die Friedenssäule und den Bahnhof Zoo wieder zurück ins schon beinahe ländliche Tegel.
Wenigstens waren wegen Corona viel weniger Touristen da und so waren Bus und Bahn nicht auch noch überfüllt. Ich habe da noch eine grauslige Erinnerung an Rom im Sommer bei 40 Grad und völlig überfüllten U-Bahnen.
 

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Wegen diesen niedlichen Bären durfte ich mit Martina einen Tag in den Zoo, Maskenpflicht nur in den Gebäuden und wenig Besuchern. Schön erholsam  und das Wetter war auch angenehm.


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Am letzten Tag in Berlin machten wir so eine individuelle Tour, genannt Berliner Mauer & Geteilte Stadt. Sehr eindrücklich wie die Bewohner einfach durch eine Mauer, je nachdem wo sie wohnten, in Ost und West getrennt wurden und sich nicht einmal mehr besuchen konnten. All die vielen Fluchtversuche und Toten wegen den Nationalsozialisten und dem daraus resultierenden Krieg welcher in der Ausstellung "Hitler - wie konnte es geschehen" sehr zum Nachdenken anregt.



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Ein ehemaliger Wachturm,



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Mauerstücke,



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und zum Schluss noch die East Side Gallery mit rund 1.4 km Originalmauer und Werken von mehr oder weniger bekannten Künstlern welche zum Nachdenken anregen.



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Dazwischen etwas deftiges im Paulaner am Potsdamer Platz, a Mass für die Grossen und was kleines für die Damen. https://www.paulaner-wirtshaus-berlinpotsdamerplatz.de/de/

Ich muss sagen, so 4 Tage in der Stadt sind dann aber genug und so zogen wir nach der ersten Woche am Sonntag wieder weiter.
Von Berlin quer durch nach Hannover und dann zum Steinhuder Meer. Wieder rund 320 km am Sonntag ohne LKW`s. Am Steinhuder Meer waren wir schon einmal und es hat uns dort ganz gut gefallen. Unterwegs gibt es immer was zu sehen, im Norden ist es mehrheitlich flach und von Windrädern geprägt. Was uns unterwegs immer wieder erstaunt sind so die Ortsnamen in Deutschland, da gibt es doch tatsächlich Orte wie Lieblos oder Linsengericht, kurlig oder?


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Sonntags ist immer viel los in Steinhude, Städter auf dem Sonntagsausflug. Wir trauten uns auch noch ins Städtchen, hatten wir doch noch nichts Warmes zum Essen gekriegt. Beim Chinesen wurden wir freundlich empfangen und das Essen war lecker aber wieder mal viel zu viel. Der Reis und die Nudeln hätten locker für 4 Personen gereicht. https://seapalace.business.site/
Am Montag, nach einer ruhigen Nacht war es dann wieder ruhiger im Städtchen und wir hatten auch noch Zeit und Musse für eine Partie Minigolf auf etwas eigenartigen Bahnen welche man nicht betreten durfte. Dies ergab dann teilweise komische Haltungen bei der Ballabgabe.



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Ob der wohl reingeht?


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Nix wars, es sieht zwar so aus aber der war viel zu schwach geschossen und plumpst schon wieder runter. So kam es dass ich mal wieder besser war und Martina leicht angesäuert.
Am Hafen noch ein lecker Fischbrötchen und ein bisschen bummeln. Nur nicht anstrengen denn wir waren in Niedersachsen und die Duschen auf dem Wohnmobilstellplatz geschlossen.

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Die Toilettenanlage war zwar geöffnet aber die Duschen zu, das soll mal einer verstehen. Wenigstens klappte der Brötchenservice mit Abstand und Maske bildete sich eine ellenlange Schlange, die Verkäuferin erklärte dass im Geschäft das keiner glaube....

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100 Meter weiter vorne ist der Verkaufswagen, und das um 08.15 Uhr...
So blieben wir nur bis am Dienstagmorgen und mussten auch noch umplanen. Auf dem geplanten Stellplatz in Kitzingen bei Würzburg hatte es gar keine Duschen und der örtliche Campingplatz war belegt. Kitzingen wäre wirklich ein Besuch wert, siehe : https://www.womoclick.de/stellplatz/kitzingen-wohnmobilstellplatz_kitzingen

Nach einigem Suchen wurden wir in der Gegend von Würzburg doch noch fündig und konnten auch gleich noch online reservieren. Auf dem Campingplatz in Wertheim hatte es noch Platz und es war alles offen, sogar das Restaurant und der Biergarten. Dieser Platz befindet sich ganz am nördlichen Rand von Baden Württemberg am Main, auf der anderen Flussseite war man schon in Bayern und dort herrschten wieder ganz andere Gesetze.

Die Fahrt dorthin war nicht so entspannend weil unter der Woche doch relativ viele Lkw`s unterwegs sind und die Strecke rund 480 km betrug. Doch um 15.30 Uhr waren wir dort und die Temperatur angenehm warm. Also noch ein paar schöne Tage zum Abschluss unserer Herbstferien mit relativ geringen Einschränkungen wegen Corona.


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Hier am Main fahren auch des öfteren Transportschiffe vorbei, Ausflugsschiffe leider nur am Wochenende. So machten wir am Mittwoch einen Stadtbummel, die rund 2.5 km sind zu Fuss entlang des Mains kein Problem.
Das Städtchen Wertheim hatte es in sich, schöne alte Häuser mit schmalen Gassen und überall Geschäfte zum Einkaufen und Strassencafes zum verweilen. https://de.wikipedia.org/wiki/Wertheim


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Da war mächtig was los, viele Fahrradtouristen und Einheimische belebten die Gassen. Wir genossen die letzten sommerlichen Tage und bummelten kreuz und quer mittendurch um auch noch etwas zum Abendessen zu kaufen. Metzgereien, Bäckereien und viele Fachgeschäfte, alles auf kleinem Raum in dieser malerischen Altstadt, wenn ich da an unser Bischofszell denke gibt es bei uns im Verhältnis dazu einfach nichts, obwohl wir ja auch ein sehenswertes Städtchen haben. 


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Dazu noch eine Burg mittendrin welche über dem Ganzen thront, herrlich.

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In früheren Jahren muss das Städtchen auch schon öfters überschwemmt worden sein, diverse Markierungen zeugen davon dass das Wasser auch schon mal bis 1.5m in den Gassen stand.
Wir gönnten uns beim Italiener einen leckeren Salat und feine Pizza, natürlich zusammen eine, dazu ein Gläschen Wein und als Abschluss einen Espresso, dann machten wir uns mit den eingekauften Leckereien auf den Weg zum Camping. https://www.azur-camping.de/de/campingplaetze/wertheim

Dieser Campingplatz ist toll, für uns Wohnmobilisten gäbe es auch die Möglichkeit in der Nähe der Altstadt stehenzubleiben, allerdings dort halt ohne sanitarische Einrichtungen. Für einen Kurzbesuch der Stadt okay, aber für länger nicht so geeignet.

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Am Abend konnte ich noch einen Specht beobachten welcher sich eine luxuriöse Wohnung gönnte, beim unteren Loch rein und dann oben wieder rausschauen...


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Oder auch beim unteren


Donnerstag 10. September war ja wieder mal mein Geburtstag, mein neunundfünfzigster. Wie ich an diesem Tag gequält wurde konnten einige vielleicht schon sehen. Für alle anderen :


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2 Taschen, Rucksack und noch der Beutel für Geld, Gold und andere Sachen, man hats nicht leicht im Leben. Und dann noch Migros Taschen nach dem Einkauf bei Lidl in Deutschland, nur gut sind die Ferien bald vorüber.
Spass beiseite, am Freitag fuhren wir ja auf direktem Weg heim und darum musste noch fürs Wochenende eingekauft werden weil es Martina stinkt, kaum zuhause schon wieder ans Einkaufen zu denken. Wir haben im Womo ja einen schön grossen Kühlschrank  und auch ein grosses Eisfach, so haben wir wenn wir zuhause sind schon alles dabei und müssen nur noch ausräumen und putzen.
Doch noch sind wir ja nicht zuhause, mein Geburtstag wurde entspannt genossen. Faulenzen und dazwischen was essen, mittags Wurstsalat und abends im Restaurant auf dem Campingplatz. Dort gibt es keine Gourmetmenues, 4 Gerichte mit Fleisch und 4 Gerichte mit Fisch das wars. Einfaches ehrliches Essen ohne Schnickschnack, gut gekocht, reichlich und lecker zu einem guten Preis. Dazu ein Glas einheimischen Wein und keinen Geburtstagskuchen. Ich feiere meine Geburtstage am Liebsten so, ich brauche dazu keine Party und viel Tamtam.


Am Freitag fuhren wir auf direktem Weg Richtung Süden, vorbei an Stuttgart und Böblingen. Martina hatte nur ein bisschen Heimweh nach ihrer alten Heimat Schönaich. https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6naich

Schliesslich verbrachte sie ihre Kindheit bis zum achten Lebensjahr dort und wir waren früher an Weihnachten oder Ostern auch wieder dort um die Grosseltern und sonstigen Verwandten zu besuchen. Ist aber schon eine Weile her und die Grosseltern sind schon lange verstorben.

In Konstanz über den Zoll nach Kreuzlingen und weiter nach Bischofszell, unsere Rundreise hatte nach gut 2000 unfall- und pannenfreien Kilometern wieder ein schönes Ende gefunden, zurück bleiben viele schöne Erinnerungen, Eindrückliches und vorallem dies :


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Wir hoffen dass diese Scheissdinger wieder aus unserem Alltag verschwinden, der Nutzen ist sowieso fragwürdig wenn nicht regelmässig gewechselt wird.
In diesem Sinne auf ein entspannteres Ferienmachen im 2021, wohin die Reise geht steht momentan noch im Coronahimmel oder so,
Also, bis nächstes Jahr und bleibt gesund,
Hans und Martina


Ferien trotz Corona? Geht auch

Hallo zusammen,

In meinem letzten Beitrag habe ich geschrieben dass es uns im Frühling nach Südfrankreich zieht. Wie ihr vielleicht auch schon gehört habt, hinderte uns ein Virus daran die Schweiz zu verlassen.

Was macht man nun wenn man Ferien hat und alles geschlossen ist? Nix Camping, nix auswärts fein Essen, alle Bergbahnen zu?

Wohnmobil aus der Garage, Fahrräder drauf und los gehts. Radfahren und wandern in der Schweiz, schlafen auf dem Bauernhof zwischen Schafen , Pferden, Kühen und Hühnern. Es geht also doch.

Ich habe mir einen Fahrplan zurechtgelegt wohin es gehen sollte, angefragt bei Bauernhöfen und Privaten.

Als der Plan stand, bekam ich ein paar Tage später bereits die erste Absage. An einem Ort im Wallis erschien die Polizei auf Intervention eines lieben Nachbarn auf dem Hof und vertrieb den einzigen Camperbus auf dem Hof und die Betreiberin hatte eine Anklage am Hals. EIN Wohnmobil auf dem Platz sei während Corona gesetzlich nicht erlaubt, die Gästezimmer durften jedoch vermietet werden. Das soll mal einer verstehen.

Ich habe während dieser Zeit einiges nicht verstanden und verstehe auch die jetzigen Massnahmen nur zum Teil.

Also weiter zum schöneren Teil. So wurde halt die Planung wieder umgekrempelt und zuguterletzt haben wir zwei Möglichkeiten gefunden um trotzdem mit dem Womo auswärts zu übernachten. 

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Irgendwo im Nirgendwo, Zentralschweiz auf einem Bauernhof mit Blick ins Tal. Corona und so sind hier weit weg, man hat mal davon gehört und muss nun mit den aufgezwungenen Massnahmen leben. Das heisst für unseren Gastgeber dass er seine  selbstgemachten Produkte nicht mehr auf dem Markt verkaufen kann uns somit eine wichtige Einnahmequelle fehlt.
Wir waren 4 Tage auf diesem Hof, von Sonntag 02. Mai 2020 bis Donnerstag 06. Mai 2020.
Wir hatten alles, Toilette und Dusche, schönes Wetter und auch Regen. Das Essen wurde selber gekocht oder unterwegs gekauft.
Wir hatten ja die Fahrräder dabei und bei Regen konnte man ja wandern oder einfach mal nix tun.
Unser Standort war auf rund 850 müM, runter ins Tal und zurück in die Zivilisation war mit dem Radl kein Problem nur retour stiessen sogar unsere E-Bikes an die Grenzen denn das letzte Stück bis zum Hof war über 20% steil.


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Warum schaut Martina so böse? Waren vielleicht die Ziegen zu aufdringlich? Nein kein bisschen, wir lebten wirklich zwischen Hühnern, Ziegen, Schafen und Kühen und keiner störte sich am anderen.
Am Dienstag regnete es mehr oder weniger den ganzen Tag und so war mal ausruhen angesagt, gottseidank, mein geschundenes Hinterteil wurde so geschont. Am Vortag waren wir auf grosser Radtour und ich muss mir vielleicht mal über einen bequemeren Sattel Gedanken machen. Schaut aber schon blöd aus, ein Mountainbike mit gepolstertem Sattel. Völlig uncool und was für Weicheier. Also weiter mit dem harten und schmalen Sattel und immer schön leiden....
Am Mittwoch wurde das Wetter besser und wir begaben uns auf grosse Wanderung. In ziemlicher Entfernung gab es ein Ausflugsziel mit Restaurant, allerdings geschlossen wegen Corona. Der Wirt hatte aber einen Automaten aufgestellt damit man wenigstens nicht auch noch verdursten musste.
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So liefen wir los, im Nebel und leichtem nieseln, durch Wälder und über Wiesen immer hinauf, vielleicht kommt dann ja noch die Sonne. Doch diese hatte erst am späteren Nachmittag Lust zu erscheinen, bis dann waren wir wieder zurück. Der Weg bis ganz hinauf erschien uns dann doch zu lang und Getränke hatten wir ja auch dabei, zumal Martina mit ihren tollen Wanderschuhen aus der Landi schon lange nasse Füsse hatte. Ausser Tieren begegnete uns in diesen 3 Stunden wirklich niemand, kaum zu glauben in der kleinen Schweiz.

Am späteren Nachmittag konnten wir noch ein bisschen auf dem Hof helfen, der frische Sirup war abgefüllt und etikettiert worden und musste noch ins Lager, schliesslich bestand Hoffnung dass die Märkte mit Auflagen wieder durchgeführt werden konnten.

Während unserer Anwesenheit gab es auf dem Hof einen Todesfall und zwei Geburten: Ein Schaf musste zum Metzger und eine Kuh bekam überraschend Zwillinge, die Bäuerin wusste selbst nicht dass zwei unterwegs waren.

Es waren schöne Tage so abseits der täglichen Angstmacherei wegen diesem Virus, wir sahen mal wieder wie anstrengend so ein Bauernhof sein kann, Franz und seine Frau waren täglich rund 15 Stunden auf den Beinen aber zufrieden mit ihrem Leben abseits von Städten, Stress und Rummel.

Und wenn sie dann mal Ferien brauchen geht es für eine Woche ins Wallis, Ferienwohnung in den Bergen... 


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Auf der Heimfahrt noch vorbei an Luzern und der Kappelbrücke, das Wetter war uns wieder wohlgesinnt.
Wir fuhren wieder nach Hause, das Wochenende wurde zuhause verbracht bevor wir dann am Montag 11.05.2020 zu unserem zweiten Kurzurlaub aufbrachen.
Diesmal gings auf einen Pferdehof im Grossraum Zürich, also ländliche Idylle in städtischer Umgebung.
Ich habe es bis hierher tunlichst vermieden um Namen oder Orte zu erwähnen, wir wissen bis heute nicht ob das erlaubt war weil anscheinend überall etwas anderes gegolten hat.

Auf jeden Fall waren an diesem Montag die ersten Restaurants wieder geöffnet, unser Nachmittagsspaziergang endete so :


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Zu zweit an einem Vierertisch, der nächste Tisch mindestens 2 Meter entfernt und draussen Regen. Ja das Wetter war uns diesen Mai nicht allzu wohl gesinnt. Regen und auch noch Kälte Mitte Mai.
Die Fahrräder liessen wir gleich zuhause denn wir waren ja in der Region Zürich mit gut ausgebautem öffentlichen Verkehr.
Abends wurde wieder im Womo gekocht, mit draussen sitzen und so war nix. Es war auch nicht so angenehm direkt neben dem Pferdemist, dank schlechtem Wetter roch es nicht so stark und auch Fliegen waren keine vorhanden.
Apropos Fliegen; in der ersten Woche da auf dem Bauernhof in der Zentralschweiz wurden wir dank schönem Wetter  von Hunderten von Fliegen begrüsst, aus Freude flogen auch gleich die meisten rein in die Bude und Martina musste beim Kochen schauen dass keine ins Essen fällt.
Im Dorfladen wurde am nächsten Tag eine Fliegenklatsche erworben um dieser Invasion Einhalt zu gebieten.
Hier brauchten wir diese aber nicht weil ja regnerisch. Das Wetter brachte uns auf die Idee mit den öffentlchen Verkehrsmitteln mal Luzern zu besuchen wenn keine Asiaten da sind. Mit Bus und Bahn ohne Halbtax kostet es zwar ein halbes Vermögen aber lohnenswert denn es waren keine Asiaten dort und so entstanden Fotos  ohne viele Touristen.


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Nur der hier stand da so rum und wartete sehnlichst auf ein paar Sonnenstrahlen.


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Kapellbrücke menschenleer, keine Touris am Markt und Gartenbeizen mit viel Abstand zum Nachbarn. Irgendwie auch trist.
Nach unserem Bummel fuhren wir wieder zurück, ohne Maskenpflicht in Zug und Bus. Ihr glaubt es kaum aber wir haben es überlebt obwohl wir an einem Bahnhof einem Mitbürger mit Einschränkungen helfen mussten oder durften weil es sonst keiner tat. Dieser arme Hund war mit dem Zug unterwegs obwohl damals die älteren ja praktisch unter Hausarrest standen. Eine Frau brachte ihn am Bahnhof auf den Zug und wir übernahmen ihn dann, damit er auch am richtigen Ort aussteigt weil wir auch dort raus mussten. Kein Kontakt und 2 Meter Abstand mit einem Blinden? Vergiss es, schliesslich musste er am Zielort auch noch auf den Bus.
Martina begleitete ihn während ich schaute wo der Bus abfährt auf welchen er musste.
Leider war es nicht derselbe wie unserer und auch noch auf der anderen Seite des Bahnhofs.
Dort übergaben wir den Mann an ein paar Jugendliche welche auch auf diesen Bus mussten und begaben uns wieder auf die andere Seite des Bahnhofs wo unser Bus inzwischen schon weg war.
Zwischenzeitlich schien auch die Sonne wieder und wärmte uns während dem Warten auf den nächsten Bus.
Am Abend hatten wir in einem schicken Restaurant einen Tisch reserviert, für drei Personen. Manuel, unser Jüngster, kam noch auf einen Sprung vorbei weil er ja in der Nähe wohnt. Endlich wieder mal auswärts essen und die geplagten Gastronomen unterstützen.
Unser Nachtlager auf dem Pferdehof war auch nicht mehr menschenleer weil die Mädchen unterdessen auch wieder zur Reitstunde durften.
So gingen unsere Coronaferien mit dem Womo auch bald wieder  zu Ende.

Fazit :  Es ging doch, aber.....


Seit dieses Virus aufgetaucht ist verfallen wir in Massenhysterie, alles wird verboten, überall gibt es Einschränkungen, die Wirtschaft leidet doch ich verhalte mich seit dem ersten Tag nicht anders als vorher und keiner den ich kenne hat das Virus jemals gehabt oder ist sogar schwerwiegend erkrankt.
Ich habe immer gearbeitet und hatte viele Kontakte mit Chauffeuren und Mitarbeitern aus allen Herren Ländern, bis am 31.07.2020 nie eine Maske getragen und bin gesund.
Deshalb : Auf in die nächsten Ferien.
In Kürze gehts in den Spreewald und nach Berlin sowie auf dem Heimweg über das Steinhuder Meer und Kitzingen wieder nach Hause.
Wir freuen uns trotz Einschränkungen auf die bevorstehenden zwei Wochen.
Bis bald



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Haenschen war mal wieder mit dem Flieger weg, Ferien ohne Womo

Hallo zusammen,
Wie kommt es dass unser Wohnmobil in der Garage steht und wir trotzdem in die Ferien fahren? Es war ein Wunsch von Martina mal wieder mit dem Flieger zu verreisen. Unsere Ferien für 2020  beginnen mit einer Woche im Februar und dann noch jeweils 2 Wochen im Frühling und Herbst.
Nun, Skiferien sind bei uns passé, also wohin im Februar wenn man ein bisschen Wärme geniessen und nicht 10 Stunden im Flugzeug sitzen will?

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Hierhin, La Palma die jüngste der Kanareninseln. Erst ein paar Millionen Jahre alt





Kanarische Inseln, angenehmes Klima das ganze Jahr und nur 4 Flugstunden entfernt noch in Europa. Also keine Visas und all der Kram, ID reicht.
Vor der Wohnmobilzeit waren wir schon ein paarmal da, Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote waren damals unsere Ziele. Diesmal wollten wir es eine Nummer kleiner und nicht so touristisch wie früher. La Palma als jüngste der Kanareninseln mit der Grösse des Kanton Thurgau passte da ganz gut. Edelweiss fliegt wöchentlich am Sonntag hin und wieder zurück, wenn nicht gerade ein Sandsturm wütet. Bei Hotelplan buchten wir ein komplettes Arrangement mit Flug und All inklusive obwohl wir ja mit Mietwagen und zu Fuss die Insel erkunden wollten.
Unser Hotel, das La Palma&Teneguia Princess in Fuencaliente war etwas abgelegen so dass wir abends sowieso dort essen wollten und der Getränkekonsum mit Aperitiv und Absacker auch nicht unerheblich war. Deshalb lohnte sich das AI.

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Eine schöne und gepflegte Anlage erwartete uns.


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Doch Halt, ich habe ja noch gar nichts zur Reise geschrieben. Sonntagmorgen 08.00 Uhr waren wir pünktlich am Check-In, 90 Minuten vor Abflug. Dort stellten sich mir schon die ersten Fragen; zum Beispiel wieso man am Automaten einchecken muss, wenn man nachher trotzdem am Schalter anstehen darf um den Koffer abzugeben....
Nun gut, noch ein Tässchen Kaffee und dann durch die Zollkontrolle zum Gate. An der Zollkontrolle wartete schon Erika, auch eine Bischofszellerin, um uns zu verabschieden. Ich habe bis dahin nicht gewusst dass sie schon rund 20 Jahre beim Zoll am Flughafen arbeitet.
Nachdem das Boarding geöffnet war die nächste Frage: Alle wollten natürlich wieder zuerst im Flieger sitzen, die vordersten Reihen natürlich auch ganz vorne, so dass alle warten mussten bis Herr und Frau Schweizer, ich nenn sie jetzt halt so, ihr Handgepäck verstaut hatten und sich endlich bequemten hinzusitzen. Wieso füllt man den Flieger nicht von hinten nach vorne?
Das hatte zur Folge dass sich der Abflug in Zürich wie üblich verspätete, dank Rückenwind landeten wir aber doch früher als geplant auf dem Flughafen von La Palma.
Sofort setzte wieder das Herdenverhalten von uns Menschen ein, kaum steht der Flieger stehen alle auf und wollen raus obwohl die Türen noch geschlossen sind. Wir hatten Reihe 34 also kann man noch mindestens 10 - 15 Minuten sitzenbleiben bis sich der Flieger vorne geleert hat, denn das Warten geht nämlich am Gepäckband weiter, dort stehen die Massen wieder ganz am Anfang des Bandes weil sie ja den Koffer zuerst in Empfang nehmen wollen. Ich amüsiere mich jedesmal köstlich...


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Ein kleiner Flughafen direkt am Meer, nur eine Start- und Landebahn aber mit halbstündigen Verbindungen nach Teneriffa.

Wir hatten über https://www.mietwagen-check.de/ ein Fahrzeug reserviert damit wir flexibel sind und alles ein bisschen anschauen konnten. Wir wollten auch noch ein Schweizer Auswanderer Paar besuchen, doch dazu später.
Ich hatte schon im Dezember ein Fahrzeug gebucht und bezahlt, kurz vor den Ferien merkte ich dass es in der Zwischenzeit billiger wurde. Also stornierte ich und buchte neu, so konnte ich 40 Franken sparen welche ich am Flughafen für ein Upgrade der Wagenkategorie wieder ausgeben konnte....(Die gewünschte Kategorie war leider nicht mehr verfügbar)


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Ein noch sauberer VW Tiguan Diesel in Vertreterweiss mit rund 8500 Km und allem erdenklichen Schnickschnack stand uns für diese Woche zur Verfügung.


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Bei einem kühlen Bier genossen wir den ersten Ausblick von der Hotelterrasse Richtung Westen auf den Atlantischen Ozean. Es war angenehm warm, so rund 22 Grad und ein leichtes Lüftchen. Nach dem Hotelrundgang und Koffern auspacken war es schon Zeit für Apero und Nachtessen in Buffetform. Ausser den üblichen Speisen gab es jeden Abend ein anderes Thema.



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Dunkles Vulkangestein und tiefblaues Wasser


Am nächsten Morgen wieder ans Buffet und dann auf Erkundungstour, am südlichsten Punkt nicht weit entfernt waren die Meersalzsalinen von Fuencaliente https://la-palma-aktuell.de/cc/salina.shtml

Dieser Link erklärt das Wichtigste, selbstverständlich haben wir dieses Salz auch gekauft und mitgenommen.



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Die Fahrt dorthin war auch speziell, zuerst vom Hotel rauf in den nächsten Ort und dann hinten wieder runter eine rund halbe Stunde. Retour merkten wir dass es einen direkten Weg  durch die unzähligen Bananenplantagen gab, Fahrzeit 10 Minuten bis zum Hotel...
Ich muss da mal mit meinem Navi reden. Vielleicht liegts ja an der Einstellung fürs Womo...
Auf jeden Fall speziell sind die Strassen auf La Palma, einerseits toll ausgebaut und manchmal schmal und kurvig.
Wir hatten noch nicht genug gesehen also fuhren wir weiter nach Tazacorte. Es sind ja nur rund 20 Kilometer also rund 20 Minuten. Doch falsch gedacht, das Navi meinte rund 45 Minuten und es hatte recht bis auf den Umstand dass der Ausbau der Strasse noch lange nicht beendet ist. 


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Ein schmuckes Städtchen, farbenfroh und umgeben von 300 m hohen Felsen. Der Fluss welcher aus den Bergen kommt ist seit Monaten trocken. Es hat diesen Winter viel zu wenig geregnet, für uns Touristen toll aber die Vegetation auf La Palma braucht diesen Regen dringend denn noch ist es nicht Sommer und dann regnet es sowieso nicht.

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Bei einer Pizza an der Strandpromenade bemerkten wir dass es deutsche Auswanderer und Künstler hierhin gezogen hat. Manche sind über den Winter, andere das ganze Jahr über hier.

Noch ein kurzer Abstecher zum Hafen, von dort fahren täglich Schiffe zur Wal- und Delfinbeobachtung raus.

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Sonnenuntergang beim Apero vor dem Nachtessen, ein schöner Tag geht zu Ende.
Am nächsten Morgen waren wir wieder voller Tatendrang, es gab ja noch vieles zu entdecken.

In der Nähe zu unserem Hotel gab es schliesslich einen Vulkan und in dessen Nähe noch einen welcher erst 1971 den letzten Ausbruch hatte. Dieser zerstörte beinahe die Salinen von Fuencaliente.

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Dieser Link erklärt euch die ganze Geschichte,

https://de.wikipedia.org/wiki/San_Antonio_(Vulkan)

Wir genossen den Ausblick und gönnten uns noch den Film im Besucherzentrum. Es zeigte uns wieder einmal wie dünn die Schale unserer Weltkugel eigentlich ist und was unter uns brodelt.



Dort unten sieht man unsere Hotelanlage, relaxen am Nachmittag war angesagt.


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Blick nach Süden, vorbei an El Hierro und Afrika hat es nur noch Wasser bis zur Antarktis.....


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Der Mittwoch begann wieder mit dem üblichen Kampf am Buffet und dem damit verbundenen Glück mit den Automaten. Butter gibt es direkt portioniert ab Automat, wenn er dann funktioniert, was in dieser Woche mehrmals nicht immer der Fall war. Dasselbe übrigens mit dem Nutella oder den Konfitürenspendern. Eine Angestellte betreute morgens nur diese Wunderwerke der Technik.
Apropos Essen, es war erst Mittwoch aber mir war dieses Hotelessen schon bald wieder zuwider. Permanent hat man das Gefühl essen zu müssen weil es ja bezahlt ist. Das Essen unterwegs mit dem Womo ist für mich viel angenehmer, mal im Restaurant, mal selber gekocht, je nach Lust und Laune und zu der Zeit wann man will.


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Primitiver Urwald auf La Palma

Der Lorbeerwald Los Tilos ist eine wahre Explosion der Biologischen Vielfalt und des satten Grüns, die den Besucher auf den ersten Blick in Beschlag nimmt. Ein ruhiger und friedvoller Urwald, der von Moosen, Stille und Geruch nach frischem Laub bestimmt wird. Der Tilo (oder Tile, wie er offiziell genannt wird) ist einer der wenigen Ableger weltweit des Lorbeerwaldes, eines primitiven und üppigen Waldes mit breitblättrigen Bäumen, der schon vor Millionen von Jahren den Planeten besiedelte. Aufgrund seiner Einzigartigkeit wurde Los Tilos im Jahre 2002 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklährt. Heute ist die gesamte Insel La Palma als Biosphärenreservat anerkannt und geschützt.

Route im Lorbeerwald Los Tilos

Der wohl bekannteste Lorbeerwald La Palmas liegt im Nordosten der Insel, 24 Autokilometer von der Hauptstadt Santa Cruz und nur vier Kilometer von der Ortschaft Los Sauces entfernt. Die Strasse endet in der Nähe des Besucherzentrums Los Tiles, wo thematisierte Informationsräume, Videoprojektionen und eine Cafeteria untergebracht sind. Um den Wald zu erkunden, empfehlen sich zwei ausgezeichnete Wanderrouten, die leicht alleine zurückzulegen sind: eine 2,5km lange Strecke, die das Innere des Waldes durchläuft und eine zweite, die auf etwa 1000 Höhenmeter aufsteigt, um dort zu den erfrischenden Quellen von Marcos y Cordero zu gelangen.


Leider war der Weg zu den Wasserfällen gesperrt, also begnügten wir uns mit dem Wandern im Wald, ausser plätschern und Vogelgezwitscher absolute Stille. Sehr erholsam.


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Martina hatte sich etwas mehr vorgestellt, mir gefiel dieser Ausflug sehr gut. Wir mussten mit dem Auto die halbe Insel umrunden und haben so auf dem Weg vorbei an der Hauptstadt viele Eindrücke gesammelt. Von der trockenen Westseite rüber zur grünen Ostseite an welcher sich die Wolken ausregnen wenn es dann mal regnen sollte.
Nach diesem Ausflug in den Wald sollte am Nachmittag noch ein Bummel in der Hauptstadt folgen.



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Häuser mit den typischen aufgesetzten Balkonen und ein paar hundert Meter weiter Hochhäuser und emsiges Treiben und viel Verkehr. Städtische Verhältnisse eben. Am Hafen war auch nix los, keine grossen Kreuzfahrtschiffe da.

Wir machten uns auf zum Apero im Hotel, schliesslich mussten wir noch rund 60 km fahren und das ist auf dieser Insel kein Katzensprung.


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Donnerstag = Tag zum Relaxen, schliesslich sind wir in den Ferien und nicht auf der Flucht.
Tat auch mal gut, aber ein Tag reicht.


Am Freitag wollten wir rauf auf den Roque de los Muchachos und auf dem Rückweg noch die Auswanderer besuchen.
Vom Hotel über Tazacorte nach Puntagorda, dort wohnen die Auswanderer, und dann rauf zum Roque und wieder zurück nach Puntagorda. Kilometermässig nicht so weit, schliesslich ist die Insel nicht grösser als der Thurgau. Aber kurvig; vom Hotel rauf auf 500m dann wieder runter auf null um dann bei Tazacorte wieder rauf auf 500m und weiter Richtung Roque auf 2300 müM.



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Dieser zittrige Strich sind die letzten 24 Kilometer der Fahrt, Stilfserjoch ist da Kindergeburtstag und ich weiss wovon ich rede, schliesslich hat mich meine Super Tenere auch mal aufs Stilfserjoch gebracht.
Seit La Palma sagt Martina nie wieder etwas über den Stoss zwischen Altstätten und Gais.

Kurve an Kurve durch blühende Mandelbäume, Rebberge auf 1500 müM, Bäume welche beim letzten Waldbrand verkohlt wurden und sich wieder erholten, immer weiter hinauf bis zum Observatorium auf 2200 müM.


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Hier oben stehen einige von diesen Sternbeobachtungsanlagen und auch ganz eigentümliche zur Erforschung von Gammastrahlen. Kann man alles nachlesen :
https://de.wikipedia.org/wiki/Roque-de-los-Muchachos-Observatorium


Auf dieser Höhe hatte es immer noch 14 Grad, ein Jäckchen war aber angebracht. Hier oben sollte man mal Nachts sein, Sterne gucken.
Wir mussten jedoch wieder zurück, kein Restaurant lud zum Verweilen ein und das Frühstück war schon verdaut. Also zurück in die Zivilisation zu einer Suppe mit Brot.

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Gemütliches Restaurant mit Produkten aus der Region, Federvieh und Pelziges und eben Suppe.
Nach dieser Stärkung machten wir uns auf den Weg zu Brigitte und Bruno welche seit 7 Jahren in Puntagorda leben. Ein selbst geplantes Haus mit 8000 qm Umschwung auf 600 müM. mit Blick auf den Atlantik. Der Strand ist in 15 Min. erreicht, ein idealer Ort zum Entschleunigen. Doch nur Dolce far Niente ist nicht, die Früchte und Gemüse müssen auch bewirtschaftet werden, das einzige das selber wächst ist das Unkraut.
Kein eigenes Wasser im Dorf, keine Kanalisation, und die Trockenheit des letzten Winters machen es nicht einfach aber man hilft sich hier gegenseitig. Ich gebe dir Früchte und helfe beim Kartoffelanbau, dafür bekomme ich das ganze Jahr Kartoffeln frei Haus.
Es gibt also Auswanderer und Auswanderer, die einen machen von hier aus Business in der Heimat in kurzen Hosen und Hemd aus der Gartenbeiz und die anderen, also Brigitte und Bruno, leben im Dorf und leben dort wie die Einheimischen, begeben sich auch dorthin und helfen wo sie können. Es war ein schöner, interressanter Nachmittag inmitten von Zitronen, Orangen, Papayas, Avocados, Nespole, Mandeln und Erdbeeren, manche, wie die Orangen gedeihen je nach Sorte das ganze Jahr.
Ich danke Brigitte, dass sie uns einfach so empfangen hat obwohl wir uns vorher noch nicht gekannt hatten. Meine Eltern kennen die Mutter und den Vater von Brigitte und so haben sie davon erfahren dass die dort leben und wir dorthin fahren.
Als wir uns dann trafen stellte sich heraus dass Brigitte in Gossau keine 300m von uns entfernt gewohnt hat und sie anscheinend Martina schon mal gesehen hat. Bevor wir uns verabschiedeten erschien dann auch noch Bruno, Freitagnachmittag ist immer Treff im Dorf.
Wer mal Interresse hat, in Puntagorda kann man auch Wohnungen mieten, Brigitte betreut eine Anlage als Nebenbeschäftigung.
Noch eine Randbemerkung;  wenn du in Puntagorda ein Feuer machen willst um deine Gartenabfälle zu verbrennen musst du das vorher der Feuerwehr melden damit diese nicht die Helis losschicken wenn es irgendwo raucht. Das letzte mal glaubte man dem Anrufer aber nicht und so endete das mit 2 Jahren Knast für den Verursacher und 3 Tagen Waldbrand.

Waldbrand ist auf dieser Seite der Insel ein permanentes Thema, weil immer irgend ein Wind geht und alles knochentrocken ist. Die Waldböden sind bedeckt mit Fichtennadeln, schön anzuschauen aber brandgefährlich.


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Japanische Wollmispel, in Italien Nespole und auf den Kanaren Nispero. Wir haben aus dem Kern einer Frucht einen Baum gezogen, momentan gedeiht er ganz gut, aber mit Früchten ist erst so in 5 Jahren zu rechnen.


Unser Besuch dauerte etwas länger als geplant, wir verpassten beinahe das Abendessen weil der Heimweg ja wieder über hunderte Kurven rauf und runter führte.


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Diese Pflanze, eine Agave sieht man auf La Palma öfter, sie wächst so 6 - 7 Jahre, am Schluss bildet sie so einen Rüssel und stirbt.

https://la-palma-aktuell.de/cc/flora/agave.shtml


So, nun ist es schon Samstag, der letzte Tag vor der Heimreise. Nochmal zu den Salinen, diesmal ohne Umweg, um noch einen Wein zu kaufen den uns Brigitte empfohlen hatte. Einen Weisswein den es nicht überall zu kaufen gibt und welcher herrvorragend sein soll.
Von den Rotweinen hat sie uns geraten erst in ein paar Jahren zu probieren, diese sollen noch ziemlich herb sein, so wie ein Rioja vor 20 Jahren.
Genau diesen Weisswein haben wir dort nicht gefunden, aber einen anderen welcher in der Zwischenzeit schon verköstigt wurde und auch sehr gut war.
Anschliessend noch an eine Badebucht um dem Rauschen der Brandung und dem Spiel der Wellen zuzusehen und zu hören wie nach jeder Welle die schwarzen Steine wieder zurückrollen.


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Es war schön hier auf La Palma, Wanderwege ohne Ende, wenig Verkehr und eine imposante Natur welche zum Verweilen einlädt.
Leider hat alles mal ein Ende, Sonntags nach dem Frühstück und der Packerei zurück zum Flughafen um den Mietwagen abzugeben und einzuchecken.


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Auf dem Weg dahin war zum ersten Mal diese Woche im Osten Teneriffa zu sehen, bisher war es zu diesig.
An der Tanke in der Hauptstadt direkt neben dem Hafen war auch noch ein Kreuzfahrtschiff vor Anker und unser Flieger war auch bald bereit.

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Auf dem ruhigen Rückflug noch die französischen Alpen beim Eindunkeln fotografiert und dann eine butterweiche Landung in Zürich...


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Nun ja, das mit der Landung stimmt so nicht ganz, über dem Stadlerberg, kurz vor der Landung erwischten wir eine Windscherung was den Flieger durchschüttelte und absacken liess. Dies wiederum führte zu einem Durchstartmanöver der Piloten und einem kleinen Unwohlsein meiner Sitznachbarin. Ich selber hatte dies bis dahin auch noch nicht erlebt, aber einmal ist ja das erste Mal. Beim zweiten Versuch klappte dann der Anflug auf Piste 14 und Martina fiel ein kleiner Stein vom Herzen.
Aber etwas Gutes hatte diese Geschichte, Martina will nur noch mit dem Womo verreisen!!!!


In diesem Sinne, bis zu meinem nächsten Reisebericht. Im Frühling soll es nach Südfrankreich gehen.


Bis bald